Die Ostergeschichte in 23 Bildern



 
 
 
 

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(Jesaja 53)  Die Wirklichkeit von Jesu Tod und Auferstehung ist in der ganzen Welt die allerwichtigste  wahre Begebenheit. Die meisten Propheten des Alten Testamentes haben davon  geschrieben. Einer von ihnen war Jesaja. Gott hatte ihm geoffenbart, dass Jesus gekreuzigt  und begraben würde und dass Er von den Toten wieder auferstehen würde. Erwartungsvoll  schaute er nach der Erfüllung dieser Verheißung aus - jedoch nur wenige Menschen glauben  daran.
 
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(Lukas 2, Matth. 2)  Als Jesus geboren wurde, wussten nur wenige Leute, dass nun der verheißene Heiland der  Welt erschienen war. Nur wer wirklich von Herzen den Propheten glaubte und auf die  Erfüllung der Verheißung wartete, nahm Ihn dann auch auf, als Er erschien: Die einfachen  Hirten, eine Gruppe weiser Männer aus dem Osten und einige andere demütige, schlichte  Menschen. Sie hatten die Botschaft der Propheten gehört bzw. gelesen und geglaubt, und deshalb  nahmen sie Jesus als ihren Heiland und König an.
 
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(Markus 1)  Als Jesus etwa 30 Jahre alt war, begann Er, öffentlich zu lehren und das Evangelium zu  predigen. Doch nicht alle Leute waren wirklich bereit, auf Ihn zu hören und Ihm zu folgen.  Einige führende Männer unter den Juden hassten Ihn, sie waren eifersüchtig, weil das Volk  Ihm anhing und Ihn mehr liebte als sie. Es waren meistens die einfachen Leute, die Jesus  wirklich liebten. Er lehrte sie, heilte ihre Krankheiten und tat mächtige Zeichen und Wunder. Er  wirkte etwa dreieinhalb Jahre unter ihnen.
 
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(Matth. 26; 14-16)  Dann kam die Zeit, dass Jesus für die Sünden der Welt sterben sollte. Einer von seinen  eigenen Jüngern ging zu den Obersten der Juden, um Jesus zu verraten. Es war Judas. Sie  versprachen ihn für seinen bösen Plan dreißig Silberstücke. Judas hatte Geld lieb, und an  Jesus schien ihm nicht so viel gelegen zu sein. Hätte er Jesus wirklich von Herzen geliebt, wie  hätte er Ihn dann verkaufen können!
 
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(Matth. 26; 47-56)  Judas Plan wurde in die Tat umgesetzt! Er wusste ja genau, wohin Jesus ging, um in der  Stille zu beten. Dorthin führte er nun eine große Schar Soldaten, um im Dunkel der Nacht Ihn  heimlich gefangen zu nehmen. Da kamen sie herangeschlichen, mit Schwertern, Knüppeln  und Fackeln, als ob Jesus ein schrecklicher Verbrecher wäre! Aufgrund ihrer eigenen Sündhaftigkeit verstanden sie Jesus, den Reinen, den heiligen Gottessohn nicht und behandelten Ihn wie  einen Verbrecher.
 
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(Matth. 27; 1-14, Luk. 23; 1-25)  Die Kriegsleute banden Jesus und brachten ihn zu Pontius Pilatus, dem römischen Statthalter.  Hier brachten die Juden viele falsche Anklagen gegen Ihn vor, als ob Er viele Verbrechen  begangen hätte. Natürlich konnten sie keine einzige ihrer Lügen gegen Ihn beweisen. Sie  hofften, dass sie Pilatus und seine Soldaten dazu bringen könnten, Jesus zu töten. Aber  Pilatus fürchtete sich, Jesus ein Leid anzutun, weil er wusste, dass Jesus heilig, rein und  unschuldig war. Dann kam Pilatus der Gedanke, Jesus zu einem anderen Herrscher zu  senden, der gerade in Jerusalem zu Besuch weilte: König Herodes. Er war der Herrscher von  Galiläa, wo Jesus gewohnt hatte.
 
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(Mark. 15; 1-19) Als Herodes Jesus sah, freute er sich sehr; denn er hätte schon längst einmal gerne gesehen,  wie Jesus ein Wunder vollbringt. Er war ein sehr böser, sündiger Mann, selbstsüchtig und  voller Ränke. Er hatte schon Johannes den Täufer töten lassen, weil er die klare Wahrheit  predigte. Als Jesus sich weigerte, mit ihm zu sprechen, verachtete und verspottete er Ihn  zusammen mit seinem Hofgesinde, legte Ihm ein weißes Kleid an und sandte Ihn zu Pilatus  zurück. Die Kriegsknechte quälten Ihn, zogen Ihm einen Purpurmantel an, flochten eine  Dornenkrone und setzten sie auf Sein Haupt. Sie spieen ihn an, nahmen einen Rohrstock und  schlugen auf Sein Haupt.
 
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(Lukas 23; 11-25. Joh. 19; 1-16)  Aber Pilatus wollte Jesus noch immer nicht zum Tode verurteilen. Er wusste genau, dass  Jesus unschuldig war. Andererseits aber fürchtete er sich vor dem Volk und scheute es,  gegen ihren Willen zu handeln. Er fürchtete sich, eine Ungerechtigkeit zu begehen, hatte aber  auch wiederum Angst, sich offen auf die Seite Jesu zu stellen. Als die Menschmenge schrie: „Kreuzige, kreuzige Ihn!“ versuchte Pilatus, Jesus zu retten. Er hätte Ihn zu gerne  losgelassen. Doch die Menschenmenge forderte weiter Seinen Tod. Da gab Pilatus schließlich nach und ließ Ihn durch seine Soldaten zur Kreuzigung abführen.
 
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Eine große Menschenmenge drängte Jesus nach auf dem Weg nach Golgatha, wo Er mit  zwei anderen Männern gekreuzigt werden sollte. Schon vorher hatte man Ihn so gegeißelt,  dass Er nun beim Schleppen des schweren Kreuzes fast zusammenbrach. Da wurde Simon  von Kyrene gezwungen, Sein Kreuz für Ihn zu tragen. Auf jenem Hügel Golgatha wurden die  beiden Übeltäter und Jesus in ihrer Mitte ans Kreuz geschlagen. Sündige Menschen trieben  Nägel durch die heiligen Hände und Füße Jesu. Es kam ihnen nicht zum Bewusstsein, dass  dieser Jesus der Schöpfer des Universums war, der Eine, der das Holz für das Kreuz und den  Hügel, auf dem es stand, geschaffen hatte.
 
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(Lukas 23; 39-43)  Einer der Übeltäter lästerte und sagte zu Jesus: „Wenn Du Gottes Sohn bist, so hilf Dir Selbst  und uns!“ Er glaubte nicht wirklich, dass Jesus der Sohn Gottes ist; denn er sagte: „W e n n   Du der Christus, der Gottessohn, bist…“ Doch der andere hatte echten Glauben, als er sagte:  „Herr, gedenke an mich, wenn Du in Dein Reich kommst!“ Und Jesus versprach ihm, als Er dort  am Kreuze hing: „Wahrlich, Ich sage dir: Heute noch wirst du mit Mir im Paradiese sein!“
 
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(Luk. 23; 35-38, Joh. 19)  Als Jesus an jenem Tage starb, standen die verschiedensten Leute dabei und schauten zu:  Soldaten, Schriftgelehrte, Jesu Jünger und Seine Freunde, Seine eigene Mutter und wer  gerade auf der Straße vorüberging. Manche verspotteten Ihn, als sei Er ein gemeiner  Verbrecher. Andere schüttelten den Kopf über Ihn, weil Er solch ein guter Mensch gewesen war und  nun auf solch grausame Weise getötet wurde. Andere gafften Ihn nur an und fragten: „Andern  hat Er geholfen, sich selbst kann Er nicht helfen. Warum tut Er jetzt keine Wunder?“ Aber die  Ihn lieb hatten, glaubten, dass Er wirklich der Sohn Gottes ist.
 
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(Matth. 27; 34-48)  Während einige in der Menschmenge weinten, andere gafften, lachten und spotteten,  würfelten die Soldaten um Seine Kleider. Jesus hatte einen Überwurf, der war von obenan  gewebt durch und durch, ohne Naht. Diesen Rock wollten die Soldaten nicht in Stücke  zerreißen; deshalb würfelten sie darum, wer das ganze Kleidungsstück gewinnen würde.
 
 
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(Joh. 19; 30, Luk. 23; 44-49, Matth. 27; 50-56)  Als Jesus dort am Kreuze hing und litt, kam ganz plötzlich eine große Dunkelheit über die  Erde, die 3 Stunden anhielt. Dann rief Er aus: „Es ist vollbracht!“ Jesus hatte den Willen  Seines Vaters im Himmel erfüllt und sich als das vollkommene Opfer für unsere Sünden  dahingegeben. Die Erde erbebte, Felsen zerrissen, Gräber taten sich auf. Tote erwachten  zum Leben, die vorher auf den verheißenen Erlöser gewartet hatten. Als sie das sahen,  kamen manche zum Glauben an die Heilige Schrift. Ein Hauptmann der Soldaten brach in das  Bekenntnis aus: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!“
 
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(Joh. 19, 31-42)  Als Jesus ausgelitten hatte, stieß einer der Soldaten einen Speer in seine Seite, da floss  alsbald Blut und Wasser heraus. Ein heimlicher Jünger Jesu ging zu Pilatus und bat ihn um  den Leichnam Jesu, um Ihn sorgfältig zur Beerdigung vorzubereiten. Nikodemus half ihm  dabei, Ihn vom Kreuz herabzunehmen und in feine neue Leinwand und Spezereien  einzuwickeln. Dann legten sie Ihn in ein Felsengrab.
 
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(Matth. 27; 62-66)  Die Feinde Jesu dachten an Seine Worte, dass Er nach drei Tagen von den Toten  auferstehen würde. Deshalb baten sie Pilatus, das Grab sicher zu versiegeln und sorgfältig  bewachen zu lassen. Sollte sich jemand unterstehen, das Siegel zu brechen, dann konnte er  dafür von der Römischen Regierung hingerichtet werden. Natürlich rechneten sie nicht damit,  dass Gott selbst Seinen Sohn Jesus von den Toten auferwecken würde!
 
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(Mark. 16)  Am Sonntagmorgen machten sich einige Frauen in aller Frühe auf den Weg zum Grab. Sie  hatten noch weitere Salben und Spezereien gekauft, um den Leichnam Jesu  einzubalsamieren. Sie waren sehr traurig. Unterwegs fragten sie sich, wer ihnen wohl helfen  könnte, den großen Felsblock von dem Grab wegzurollen. Es hatte einige starke Männer  gebraucht, um ihn davor zu rollen. Wie sollten sie als schwache Frauen ihn wegschaffen  können? Während sie über dies Problem hin und her überlegten, kamen sie immer näher an  die Grabstätte.
 
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(Matth. 28; 1-8)  Als sie am Grab ankamen, erblickten sie plötzlich einen Engel Gottes. Seine Erscheinung war  wie der Blitz und sein Kleid weiß wie Schnee. Er hatte den Stein schon weggerollt und sich  darauf gesetzt. „Fürchtet euch nicht!“ grüßte er die erschrockenen Frauen. „Ich weiß, ihr sucht  Jesus! Aber Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden. Hat Er es euch nicht alles vorher  gesagt, dass Er von den Toten auferstehen würde? Kommt, seht euch Sein Grab an, wo Er  gelegen hat, und dann geht und sagt es Seinen Jüngern weiter!“

 

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(Luk. 24; 9-11)  Zitternd vor Furcht und Freude liefen die Frauen zu den Jüngern. So schnell waren sie wohl  noch nie im Leben gelaufen! Sie glaubten, und doch zitterten sie wie Espenlaub. Sie waren  zutiefst beglückt und zugleich schwer erschrocken. „Jesus ist von den Toten auferstanden! Er  lebt!“ riefen sie den Jüngern zu. Aber sie wollten ihnen nicht glauben. Sie waren viel zu traurig  über den Tod Jesu, als dass sie solch einer phantastischen Geschichte Glauben  schenken konnten. Es wollte sogar so scheinen, als hätte sie der Bericht der Frauen nur noch  trauriger gemacht.
 
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(Luk. 24; 12, Joh. 20; 1-10)  Als die beiden Jünger Petrus und Johannes die aufregende Kunde von Jesu Auferstehung  hörten, wollten sie sich selbst vergewissern, was wohl daran wahr sei. Als sie am Grab  ankamen, ging Petrus sofort in die Grabhöhle hinein, wo Jesus zur letzten Ruhe gebettet war.  Dort sah er, dass die Grabtücher schön zusammengefaltet lagen, als ob Jesus sie erst kurz  vorher abgelegt hätte. Und genau so war es ja auch: Jesus war von den Toten auferweckt  worden und hatte das Grab mit den Grabtüchern hinter sich zurückgelassen.
 
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(Luk. 24; 13-27)  Am gleichen Tage wanderten zwei Jünger von Jerusalem in das Dorf Emmaus. Da gesellte  sich ein anderer Wanderer zu ihnen. Er hatte die sehr betrübt aussehenden Männer eingeholt  und fragte sie nun: „Wovon sprecht ihr denn da? Und warum seid ihr so traurig?“ – Sie  erkannten Ihn nicht sofort, doch es war Jesus selbst! – Da erzählten sie Ihm, wie sehr sie  Jesus, Ihren Meister, geliebt hatten; wie dann die bösen Anführer des Volkes Ihn hassten und  kreuzigen ließen. „Wir aber hatten gehofft, Er würde unser König werden!“ schlossen sie  betrübt.
 
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(Luk. 24; 28-32)  „Musste nicht Christus solches leiden und zu Seiner Herrlichkeit eingehen?“ fragte Er sie.  Dann zeigte Er ihnen, was die Propheten von Ihm geweissagt hatten und half ihnen, zu  verstehen, wie Er durch seinen Tod alles erfüllen musste, was von Ihm geschrieben steht. Als  sie dann miteinander Abendbrot essen wollten, und als Jesus vorher mit ihnen betete, öffnete  Gott ihnen die Augen, dass sie erkannten, wer ihr Gast war: Jesus Selbst!!! Dann verschwand  Er vor ihren Augen.
 
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(Luk. 24; 33-48)  Sofort machten sie sich wieder auf den Weg, zurück nach Jerusalem, um den anderen  Jüngern zu erzählen, was geschehen war. Als sie noch davon sprachen, dass Jesus  wahrhaftig von den Toten auferstanden ist, trat Er selbst plötzlich mitten unter sie. Er zeigte  ihnen die Nägelmale in Seinen Händen und Füßen. Vor lauter Freude trauten sie kaum ihren  Augen. Fast konnten sie es nicht glauben! Ehe Jesus in den Himmel fuhr, blieb Er noch 40  Tage bei Seinen Jüngern und lehrte sie noch viele wichtige Dinge.
 
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(Luk. 24; 40-53)  Als sie eines Tages wieder um Ihn versammelt waren, fuhr Er vor ihren Augen auf gen  Himmel. Sie beteten Ihn an und glaubten, dass Er tatsächlich der Sohn Gottes ist, der Heiland  der Welt.
 
 Die Bibel sagt: „So du mit deinem Munde bekennst Jesus, dass Er der Herr sei, und glaubst in  deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.“  (Röm. 10; 9)
Jörg Braun

E-Mail: braun.pforzheim@googlemail.com

Stand 12.03.2012